Mitarbeiterunzufriedenheit einfach nur anzuhören, reicht nicht. Man muss bereit sein, hinzusehen und etwas zu verändern.
Genau das hat mich nach einem Mitarbeitergespräch Ende letzten Jahres beschäftigt. Dabei wurde deutlich, dass es Unzufriedenheit im Team gibt. Für mich war klar: Solche Hinweise darf man nicht einfach zur Kenntnis nehmen und dann im Tagesgeschäft versanden lassen. Wer gute Mitarbeiter führen will, muss Probleme hören, ernst nehmen und daraus konkrete Schritte ableiten.
Aus diesem Grund habe ich mir Unterstützung bei einem externen Berater gesucht, mit dem ich mich genau darüber austauschen konnte. Ich habe mich bewusst einen kompletten Tag aus dem Kanzleialltag herausgenommen und bin nach Dresden gefahren, um mit Abstand auf diese Themen zu schauen.
Dieser Tag war für mich enorm wertvoll.
Er hat mir neue Ideen gegeben und vor allem die Möglichkeit, die Themen unserer Kanzlei einmal außerhalb des laufenden Geschäfts wirklich zu durchdenken:
Was läuft gut?
Wo hakt es?
Und wie können wir Dinge besser lösen?
Ich bin überzeugt: Als Steuerberater und Unternehmer darf man nicht nur an fachlichen Themen arbeiten, funktionieren und den Kopf dauerhaft in den Akten haben. Wer sich nicht bewusst Zeit nimmt, über Führung, Zusammenarbeit und Entwicklung nachzudenken, wird auf Dauer stehen bleiben.
Weiterentwicklung entsteht nicht zwischen Tür und Angel.
Sie braucht Raum, Reflexion und die Bereitschaft, auch unbequeme Themen ernsthaft anzugehen.
Wie geht es jetzt weiter?
Ich werde die gesammelten Informationen für mich strukturieren, sichten und ein Modell ausarbeiten, was auf unsere Kanzlei passt.
Denn genau darum geht es:
Mitarbeiter ernst zu nehmen bedeutet nicht, ihnen nur zuzuhören. Es bedeutet, ihre Themen aufzunehmen, Lösungen daraus zu entwickeln und Veränderungen tatsächlich umzusetzen.
Mein Dank geht an Ken Berger, der seine Erfahrungen aus vielen Jahren mit mir geteilt und mir einen klaren Weg aufgezeigt hat, wie man solche Themen angehen kann.